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Sauna – Schwitzen sie sich gesund

Regelmäßiges Schwitzen in der Sauna fördert Wohlbefinden und Gesundheit, denn die Saunabesuche stärken nicht nur das Immunsystem, sondern auch den Kreislauf. In einer rustikalen, finnischen Holzsauna lässt es sich optimal entspannen und schwitzen. Die heutigen modernen Saunalandschaften bieten Saunavergnügen für jeden Geschmack und in verschiedenen Temperaturgraden. Es muss also nicht immer die 90 oder gar 100° Sauna sein, auch Bio Sauna, Sanarium oder Dampfsauna haben einen erholsamen und gesundheitsfördernden Effekt. Die Zahl der Saunaanhänger wächst beständig, immerhin suchen mehr als 25 Millionen Deutsche regelmäßig eine Saunalandschaft auf. Auch die Heimsauna, ob Marke Eigenbau oder durch Fachfirmen installiert, wird immer beliebter. Untersuchungen zeigen, dass sich die besonderen gesundheitsfördernden Aspekte immer dann einstellen, wenn die Sauna regelmäßig, also beispielsweise mindestens einmal wöchentlich, zu jeder Jahreszeit benutzt wird.

Die Sauna entspannt nicht nur körperlich, sondern ist auch Seelenbalsam

Aus gesundheitlicher Sicht gibt es sicherlich viele gute Gründe für ein Saunabad, und das nicht nur in der kalten Jahreszeit. Auch der ausgedehnte Wellnessaspekt eines Saunabesuches ist natürlich nicht zu unterschätzen. Die angenehme Tiefenwärme entspannt die Muskulatur und sorgt für ein Wohlgefühl, welches sich auch auf die Psyche positiv auswirkt. Die Hautdurchblutung wird angeregt, der Kreislauf kommt in Schwung und bei vielen Menschen sind auch trübe Gedanken oder Stimmungsschwankungen kurz nach einem Saunabesuch wie weggeblasen. Durch das kalte Abduschen nach einem Saunagang entsteht ein Wechselreiz, welcher nicht nur die körpereigenen Abwehrkräfte nachhaltig stärkt, sondern auch auf eine angenehme Art und Weise müde macht. Die Sauna ist deshalb ein echter Regenerator für Körper, Geist und Seele. Es gilt jedoch einiges zu beachten, damit die gesundheitlich-förderlichen Aspekte eines Saunabesuches nicht zunichte gemacht werden. Vor allem sollten Saunabesucher ihrem eigenen Körpergefühl vertrauen und es niemals übertreiben.

Sauna

Sauna ©iStockphoto/catalinsoto

Bei gesundheitlichen Einschränkungen vor dem Saunabesuch ärztlichen Rat einholen

Experten empfehlen, dass maximal drei Saunagänge von 5-15 Minuten mit anschließender Abkühlungsphase vollkommen ausreichen, um von allen positiven Effekt zu profitieren. Wer es hingegen mit dem Saunieren übertreibt, kann die positiven Effekte auch ins Gegenteil verkehren. Die Teilnehmer an finnischen Saunameisterschaften gehen durch die ausgedehnten und viel zu heißen Saunagänge oft an ihre körperlichen Grenzen, was eindeutig aufzeigt, dass übertriebenes Saunieren auch gesundheitsgefährdend sein kann. Das gilt insbesondere für Menschen mit vorgeschädigter Gesundheit. Wer an bestimmten Hauterkrankungen oder zu hohem Blutdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte vor einem Saunagang auf jeden Fall ärztliche Rücksprache halten. Saunagänge setzen den menschlichen Körper einem extremen Temperaturreiz aus. Doch trotz der großen Hitze in einer Saunakabine steigt die Körpertemperatur mit 1 bis 2 °C nur mäßig an. Durch den äußeren Hitzereiz versucht der Körper alles, um Wärme nach außen abzugeben.

Die Haut wird durch einen Saunagang kräftig durchblutet

Dazu werden die Gefäße der Körperperipherie weit gestellt und das Herz pumpt mit mehr Schlägen in der Minute, als das unter Normalbedingungen der Fall wäre. Durch das Schwitzen der Haut versucht der Körper eine Verdunstungskälte zu erzeugen, um Wärme abzugeben. Nach dem Saunagang sollte ein kurzer Aufenthalt an der frischen Luft erfolgen, damit wieder genügend Sauerstoff zu den Körperzellen gelangen kann. Anschließend erfolgt ein kalter Guss oder ein kaltes Bad, worauf sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen und das Blut wieder verstärkt zum Körperinneren geleitet wird. Dies alles verursacht für den Organismus einen leichten, aber begrenzten Stress, ganz ähnlich wie beim Ausdauersport. Besonders profitiert auch die Haut durch eine verbesserte Durchblutung, auch Atemwege oder Schleimhäute werden durch den Saunagang mobilisiert.

Nach jedem Saunagang muss ausreichend lange geruht werden

Eine Saunakabine sollte immer mit trockener Haut betreten werden, weil dann die Haut besser schwitzen kann. Nach jedem Saunagang mit Abkühlungsphase sollte genug getrunken und ausreichend lange geruht werden, Experten empfehlen mindestens 30 Minuten. Wer ein öffentliches Saunabad besucht, sollte sich auch mit den dort geltenden Hygienevorschriften vertraut machen. Mit vollem Magen sollte besser nicht sauniert werden, ebenso ist ein ausreichend großes Handtuch unterzulegen, damit kein Schweiß aufs Holz gelangen kann. Viele Saunagänger schätzen den sogenannten Saunaaufguss als besonders wohltuend und vitalisierend. Durch das Verteilen von kaltem Wasser mit ätherischen Ölen wird dabei auf den heißen Lavasteinen des Saunaofens ein Wasserdampf erzeugt. Dadurch steigt das Hitzegefühl auf der Haut zwar kurzfristig an, was jedoch von den meisten Saunagängern als sehr wohltuend empfunden wird.

Bei zu hohem aber auch zu niedrigem Blutdruck ist Vorsicht geboten

Studien belegen, dass Saunagänger insgesamt weniger an Erkältungskrankheiten leiden. Eine bessere Stabilität von Herz und Kreislauf ist zwar noch nicht durch Studien belegt, wird aber angenommen. Chronisch Kranken wird der Saunabesuch meist nicht grundsätzlich verboten, es wird solchen Patienten aber häufig eine Saunakabine mit einer niedrigeren Saunatemperatur, zumindest für den Anfang, empfohlen. Für Patienten mit zu hohem Blutdruck, Hypertonie, kann die Benutzung des kalten Tauchbeckens nach dem Saunagang eine hohe Kreislaufbelastung darstellen. Damit es also nicht zu Blutdruckspitzen in der Abkühlungsphase kommt, sollten Hypertoniker das Tauchbecken nicht benutzen, sondern die Extremitäten vorsichtig mit Wassergüssen aus einem Schlauch abkühlen. Dies hat einen ganz ähnlichen Effekt wie die Benutzung des eiskalten Tauchbeckens.

Bei akuten Erkrankungen und Schwangerschaft sollten Saunabesuche vermieden werden

Wer unter einer akuten Entzündung, einem Infekt oder Fieber leidet, sollte die Sauna auf jeden Fall meiden. Insbesondere Erkältungskrankheiten sollten vor dem nächsten Saunabesuch vollständig auskuriert sein. Doch Vorsicht ist nicht nur geboten bei zu hohem, sondern auch bei zu niedrigem Blutdruck. Durch die geweiteten Blutgefäße kann es durch den Saunabesuch dazu kommen, dass Patienten mit niedrigem Blutdruck einen Kreislaufkollaps erleiden könnten. Einen instabilen Kreislauf weisen oft auch Schwangere auf, weshalb diesem Personenkreis generell vom Saunabesuch abzuraten ist. Besonders in der frühen Phase einer Schwangerschaft kann die Übererwärmung des Saunabades sogar zu einer Fehlgeburt führen.