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Saunatechnik

Die Saunatechnik ist das wahre Innenleben einer jeden Kabine, die überhaupt erst deren völlige Funktionalität gewährleistet. Sie setzt sich aus allen elektronischen Details, wie Steuerung, Klimatisierung, Beleuchtung, Erhitzung, usw., zusammen. Ihre Grundvoraussetzung ist deshalb eine elektronische Zuleitung von 230 bis 400 Volt.

Heizung

Die Heizleistung kann rein auf elektronischer Basis erfolgen, was bei Infrarotkabinen und Dampfsaunen natürlich generell in Frage kommt. Die Holzsauna und das Sanarium werden in den meisten Fällen mittels elektronischem Saunaofen beheizt, was weitaus mehr Atmosphäre gewährleistet. Kleine Saunakabinen gerade im Privatgebrauch jedoch können diesen Saunaofen kapazitätenmäßig nicht immer ermöglichen. Richtige Holzöfen, alternative auch Öl- und Gasöfen, sind nur noch selten anzutreffen, eher in öffentlichen Groß- oder Gartenanlagen.

Saunaofen

Saunaofen @iStockphoto/Andreas Kaspar

Der Standort des Ofens ist gerne mittig gewählt, muß aber aus Platzgründen nicht selten an der Wand angebracht werden. Optisch ist er in unterschiedlichsten Materialien (Holz-, Stahl-, Keramikverkleidung, usw.) für die Verkleidung auswählbar und paßt sich somit dem Interieur stilmäßig gut an. Als Richtwert für die Heizkapazität geben Hersteller ca. 1 Kilowatt pro umbauten Raumkubikmeter an. Natürlich spielen weitere Faktoren dazu, die nur durch den Fachmann genau kalkuliert werden können.

Energieeffiziente Heizöfen arbeiten mit Aufheizzeiten von in etwa einer Stunde. Dies kann über eine automatisierte Steuerung auch mittels Fernbedinung – heute sogar vom Handy aus – erfolgen. Günstig ist bei der Auswahl des Ofens darauf zu achten, daß er für evtl. anstehende Aufgüsse perfekt ausgerüstet ist und den allgemein gültigen Brandschutzvorkehrungen und -Schutzmaßnahmen optimal genügt.

Klimatisierung

Auch eine Saunakabine will perfekt klimatisiert sein. Dazu ist die Zuluft mittels Be- und Entlüftung entscheidend. Der Sauerstoffaustausch ist mehrmals pro Stunde (ca. 5 x) notwendig, um die entstehenden Körperausdünstungen abzutransportieren. Dampfsaunen benötigen zusätzlich einen Abzug der hohen Luftfeuchtigkeit, damit keine Fäulnis entstehen kann. Idealerweise wird hierfür direkt am Saunaofen ein Belüftungskanal deponiert, der für die unerlässliche Frischluft sorgt. Die Abluft sollte im Fußbereich per Klappenregelung abgezogen werden. Perfektioniert wird diese Abluftregelung durch einen direkten Transport ins Freie – evtl. per Mauerdurchbruch und Abluftschlauch.

Steuerung

Das Steuerungsmodul ist das sogenannte Herzstück eine jeden Saunakabine, egal welcher Variationsform. Sie reguliert alle elektronischen Detailaufgaben und sorgt für einen reibungslosen Saunagang. Zahlreiche Sicherheitsfunktionen schützen den Saunagänger vor unliebsamen Überraschungen, wofür eine jährliche Wartung des Gerätes ratsam ist. Gute Steuerungsgeräte sind in der Bedienführung einfach und übersichtlich gehalten und werden im Hintergrund meist computertechnisch gespeist und geführt.

Elektronik

Die Elektronik umfasst Bereiche wie Beleuchtung, Klangausstattung, Effekte, Fernbedinungsvarianten und vieles mehr. Ein integrierter Sternenhimmel aus Kleinleuchten, ein Filmportal, eine Stereoanlage und Diskolight sind sogar inzwischen im Standardprogramm der Saunahersteller vorrätig. Als wichtig gilt zu beachten, daß Lichter im Saunabereich stets blendfrei gestaltet sind sowie die Kriterien der Hitzebeständigkeit und Feuchtigkeitsresitenz erfüllen.