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Saunavielfalt von Finnland bis Japan

Da fast jede Kultur ihre eigenen Methoden hat, den Körper ins Schwitzen zu bringen, stehen einem die verschiedensten Saunaarten zur Verfügung.

Die finnische Sauna

Am wohl bekanntesten ist die finnische Sauna. Typisch für diese Methode sind die hohen Temperaturen von 80-100°C. Durch die heiße, jedoch sehr trockene Luft wird die Transpiration besonders angeregt. Je nach Belieben kann man – je nachdem auf welcher Etage man liegt – zwischen den Temperaturzonen variieren.

Hamam

Hamam @iStockphoto/Vladimir Zahariev

Hamam – Das orientalische Bad

Im Hamam wird bei vergleichsweise milden 50°C geschwitzt. Nach etwa zwanzig Minuten erhält man durch den Bademeister (Teflak) eine Massage mittels eines in Seife getränkten Lederhandschuhs. Wer allerdings über eine leicht reizbare Haut verfügt, sollte von dieser Behandlung eher Abstand nehmen.

Das ayurvedische Kuti

Diese besonders in Sri Lanka beliebte Sauna besteht aus einer Zelle oder Kammer, die mit einer Mischung aus Lehm und Bienenwachs ausgekleidet ist. Bei einer Temperatur von 40 -50°C werden nun Kräuterdämpfe eingeatmet, die besonders bei Erkrankungen der Lunge und der Atemwege Linderung verschaffen können.

Rhassoul

Der Begriff Rhassoul bezeichnet eine spezielle Art von mineralstoffreicher Tonerde. Diese Tonerde wird mit Wasser zu einem Schlamm angerührt, mit dem man sich nach vorhergehender Reinigung einreibt. In einem ca. 50°C warmen Raum, der mit Kräuterdampf feucht gehalten wird, verweilt man nun ca. dreißig Minuten und wäscht sich anschließend den Schlamm vom Körper. Besonders wichtig ist es, eine ausgedehnte Ruhephase nach dem Rhassoul einzuplanen, um den Kreislauf langsam wieder in Schwung zu bringen.

Das russische Banja

Das russische Banja ist der finnischen Sauna sehr ähnlich. Bei etwa 60 – 75°C wird ständig Wasser auf heiße Steine geschüttet, wodurch im Inneren der Sauna eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit entsteht. Während der Aufgussphase schlägt man seinen Körper mit Birkenzweigen, den so genannten Quasten, ab. Die Abkühlung zwischen den Saunagängen erfolgt mit möglichst kaltem Wasser, wodurch das Banja wohl eher etwas für temperaturunempfindliche Gemüter geeignet ist.

Die indianische Schwitzhütte

Auch die Navajo-Indianer hatten ihr eigenes Sauna-Zeremoniell. In einem Zelt aus Decken und Fellen werden in der Mitte glühende Steine aufgeschichtet, die den Raum auf etwa 60°C erhitzen. Ein Zeremonienmeister sorgt für den Aufguss mit Wasser und Kräuterölen aus Manitus Apotheke.

Ofuro – Schwitzen auf Japanisch

Reinigung für Körper und Seele verspricht das japanische Ofuro. Nach einer Aufheizphase in einem 50°C warmen Wasserbad wird man vollständig in Tücher eingewickelt und der langsame und besonders wohltuende Schwitzprozess beginnt.

Fazit

Wer die Wahl hat, der hat bekanntlich auch die Qual. Ob feuchtes oder trockenes Klima, heiße oder milde Temperaturen, schnelles oder langsames Schwitzen: Die Sauna ist für jeden etwas. Wer einmal die wohltuende und entspannende Wirkung der Sauna kennen und lieben gelernt hat, der wird sie nicht mehr missen wollen.