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Saunieren

Das Saunieren ist mittlerweilen sogar in medizinischen Kreisen sehr wohl als gesundheitsfördernd anerkannt. Viele Aspekte neben der absoluten Ruhephase sprechen klar für einen Saunabesuch:

Zu oberst steht die Haut reinigende Wirkung, im Alter sogar als wirkungsvolles Anti Aging zu bezeichnen. Durch das körpereigene Schwitzen säubern sich die Poren und regenerieren die Hautpartien. Gleichzeitig erfährt die Haut eine pflegende Wirkung. Insgesamt ist eine weitaus bessere Durchblutung des Körpers und der Haut zu beobachten bzw. erzielbar.

Saunieren

Saunieren @iStockphoto/Petya Vasileva

Ein weiterer Punkt ist die nachhaltige Stärkung des Immunsystems, die inzwischen nachweislich durch unzählige Studien belegt ist. Die körpereigenen Abwehrkräfte stabilisieren sich durch ganzjährige regelmäßige Saunabesuche dermaßen stark, daß bestimmte Krankheiten, wie beispielsweise Erkältungen und ähnliches, extrem minimiert werden können.

Für den Kreislauf wirkt ein Saunagang äußerst anregend, der erholsame Schlaf kann dadurch zusätzlich gefördert werden. Durch diese Wirkungsform ist eine körperliche Leistungssteigerung oft mit einhergehend – Stabilisierung der Fitness, alltäglichen Streß abbauend, nachhaltige Erholung garantierend. Ebenfalls spricht man der Sauna entschlackende Resultate zu, die zusätzlich zur positiven Entgiftung beitragen. Eine komplette Regeneration des Laibes kann daurch auf natürliche Weise erfolgen. Allerdings sollte – im Zusammenhang mit der Entschlackung gesehen – die Sauna bei einer Diät nur zur leichten Unterstützung eingesetzt werden, ein direkter Diäterfolg in Verbindung ist nicht erzielbar. Jedoch kann eine effektive Anregung des Stoffwechsels erfolgen.

Nach Rücksprache mit dem Arzt ist der Saunabesuch auch bei Bluthochdruck in Einzelfällen empfehlenswert. Gerade leichtere Saunaformen, wie das Sanarium oder Dampfbad, ermöglichen Blutdruck und sogar Cholesterinspiegel senkende Ergebnisse. Nachdem es sich bei der Sauna um angenehme Wärme handelt, wird ihre Wirkung gerne auch bei unterschiedlichsten Gelenkbeschwerden in Anspruch genommen. Diese Behandlung sollte aber ausschließlich unter vorheriger Absprache mit den Medizinern durchgeführt werden, damit ein effizientes Resultat am Ende möglich ist. Gegenteilige Reaktionen wären in diesem Bereich nämlich schnell vorstellbar und würden den Patienten dann nachteilig belasten.

Saunagang

Wer erstmalig eine Sauna besucht, sollte sich durch einen Saunameister genau einweisen lassen, um das vollkommene Potential der Sauna ausschöpfen zu können. Deshalb ist es ratsam, beim ersten Saunabesuch eine öffentliche Saunaanlage mit gutem Ruf zu besuchen, deren Spezialisierung durch fachbezogene Zertifikate sicherlich nachgewiesen werden kann. Gerade in Schwimmbadanlagen oder Saunafachbetrieben kann hier eine erste Anlaufstelle gefunden werden. Hierbei wird dem Saunabesucher zuerst die Wirkung der Sauna erklärt und auf die unterschiedlichsten Gradzahlen hingewiesen. Die herkömmlichse Sauna erzielt immerhin Temperaturen von 70 – 100 °C, die vielleicht nicht immer gleich zu anfangs verträglich sind. Für diese Fälle gibt es natürlich die leichteren Saunavariationen, die als Einstieg in die Saunawelt und zum Test der Aushaltbarkeit gewählt werden können.

Grundsätzliches zum Saunagang sind die Einhaltung gewisser allgemeiner Abläufe:

Der Körper sollte komplett entkleidet werden, dazu zählt auch das Ablegen von Schmuckstücken. Dies ist besonders wichtig, da diese schnell erhitzt werden und dann zu Brandmalen führen. Danach begibt man sich mit einem Saunahandtuch oder Bademantel bekleidet in den eigentlichen Saunabereich. Hierbei erfolgt anfangs immer eine gründliche Dusche, um den Körper von Zusatzstoffen (z.B. Creme) zu befreien. Das dabei verwendete Shampoo sollte abschließend gründlich abgespült werden. Eine ausgiebige Trocknung der Hautpartien ist vor dem Betreten der Sauna immer ratsam.

Der eigentliche Saunagang erfolgt dann durch das Betreten der Saunakabine. Es ist dabei Rücksicht auf die bereits vorhandenen Besucher zu nehmen. d.h., ein schnelles Eintreten, um eventuelle Zugluft zu vermeiden, ist von Nöten. Ebenso sollte darauf geachtet werden, daß nicht gerade in diesem Moment ein Aufguss stattfindet. Ist ein Saunameister in oder vor der Kabine anwesend, wir er den Eintritt der Gäste überwachen. Der Saunagang selbst sollte im Durschnitt in etwa 10 Minuten betragen und kann meist zwei- bis dreimal wiederholt werden. Hierbei ist natürlich den eigenen Bedürfnissen Tribut zu zollen und es können nur Mittelwerte genannt werden. Um den Reiz zu erhöhen wird ein sogenannter Aufguß mit verschiedensten Ölen oder Duftstoffen durchgeführt. Dieser Aufguß sollte stets von erfahrenen Personen betrieben werden, er ermöglicht durch die gesteigerte Luftfeuchtigkeit gleichzeitig ein stark zunehmendes Schwitzverhältnis des Körpers.

Nach jedem Saunagang ist der Körper abzukühlen. Dies kann durch einen weiteren Duschgang erfolgen, aber auch durch das Nutzen vorhandener Auskühlbecken, Whirlpools oder ähnlichem. Eine anschließende Erholungsphase in Liegeposition, eingehüllt in wärmende Decken, ist immer von Nöten, um den Kreislauf stabil zu halten. Die abschließende Erholungsphase sollte dem entsprechend auch in der hinaus gezögerten Länge eingehalten werden.

Hygiene in der Sauna

Ein wichtiger Punkt innerhalb der Sauna ist das Einhalten von Hygienemaßnahmen. Seitens der Betreiber ist auf Sauberkeit und ständige Desinfektionsmaßnahmen zu achten, die in aller Regel penibel genau dargeboten werden. Aber auch der Saunabesucher kann seinen Eigenanteil dazu beitragen. Das Betreten der Anlage sollte deshalb mit Badeschuhen erfolgen, die Liegen nur mit einem Handtuch benutzt werden. Ebenfalls ist in den Dusch- und Badeanlagen darauf zu achten, daß keine Benutzung erfolgt, wenn der Körper ansteckende Krankheitserreger aufweist. Gegenseitige Fairness besitzt hier oberste Priorität. Im Privatbereich ist natürlich auf die gleichen Vorkehrungen zurück zu greifen. Vor allem dann, wenn freundschaftliche Besucher die Sauna mit benutzen.